Sonntag, 9. Juni 2013
Meine erste Woche im Palm Beach Hotel
Nach meiner Anreise am Freitagabend, begann mein Dienst im Hotel am Samstag. Im Gegensatz zu einer anderen Praktikantin, die schon Freitagsvormittag anreiste, konnte ich noch ein Nacht schlafen bevor es los ging. Sie musste schon an dem Abend im Service mitarbeiten.

Schnell stellten wir fest, dass wir hier oft uns selbst überlassen sind. Dagegen ist nichts einzuwenden, dennoch irritierte es uns die erste Tage einige Male. Und eine ordentliche Einarbeitung kam zu kurz. Dafür, dass wir eigentlich nur Praktikantinnen sind, mussten wir vom ersten Tag an eine Menge Verantwortung übernehmen. Der Chef, so stellte sich heraus, ist ziemlich zerstreut und ohne die andere Mitarbeiterin die am Samstagnachmittag für eine Woche nach Deutschland aufbrach, noch zerstreuter.
Morgen wird sie zurück kehren, darauf freut sich schon die ganze Mitarbeiterschaft.

Bisher bestanden unsere Aufgaben darin, mittags auf Wunsch Essen (griechischen Salat o.Ä.) für die Gäste zu zubereiten, den Rasen zu wässern, das Haus auf Vordermann zu halten und Gästen etwas zu Trinken zu bringen. Um 19 Uhr gibt es dann für die Gäste Abendessen. Wir bereiten es vor und machen den Service.
Anschließend wird aufgeräumt und das Haus Nacht fertig gemacht. Im Sommer wird dann noch die Cocktailbar offen sein.



Die Gäste sind aller sehr nett, überwiegend Deutsche, einige Schweizer und auch Engländer waren bisher dabei. Es herrscht, vor Allem weil noch Vorsaison ist und deshalb das Haus nur halb voll ist, ein sehr familiäres Klima. Immer wieder kommt es zu guten Gesprächen mit den Gästen.

Die anderen Angestellten:
Es gibt eine Griechin, die für die Reinigung der Zimmer und der Wäsche zuständig ist, einen Pakistani der sich um die Außenanlagen kümmert, eine Engländerin die den Frühstücksservice macht, eine über siebzig Jahre alte Griechin als Köchin und ihre Tochter. Diese spült das Geschirr bei dem Abendservice. Die alte Griechin ist eine herzensgute Person die sich über jedes griechische Wort freut, welches man hinzu gelernt hat, um sich mit ihr zu verständigen. Beim griechisch lernen unterstützt uns ihre Tochter. Sie spricht auch sehr gut englisch. Wir sind dankbar für sie, denn ohne sie hätten wir immer wieder Verständigungsprobleme. Die zwei habe ich schon jetzt in mein Herz geschloßen.
Immer wieder tauchen auch andere Leute im Haus auf, die irgendwas daran oder darin arbeiten aber das von mir beschriebene Team ist bis jetzt das Stammteam.

Hinzu kommen, wie schon erwähnt, der deutsche Chef, die Festangestellte (sie leitet das Haus mit) und die andere Praktikantin. Sie ist 20 Jahre alt und möchte die Hotelfachschule in ihrer Heimat, der Schweiz besuchen. Mit ihr komme ich sehr gut aus und bin dankbar dafür, dass ich die ersten Schritte hier nicht alleine durchleben muss.

Zwei noch wichtig zu erwähnende Individuen sind: Leo und Whiskey. Die zwei Katzen gehören zum Haus und müssen ihr Essen immer wieder gegen andere streunende Katzen verteidigen. Whiskey hatte bis vor kurzem noch keinen Namen, er trägt den von mir gegebenen Namen, nun seit einigen Tagen ;)

Alles in Allem mag ich die Arbeit hier sehr gerne, das Betriebsklima ist gut und ich habe mich schnell eingelebt. Natürlich bin ich gespannt was noch kommt und wann ich das erste Mal denken werde: „nun fahre ich nach Hause!“ ;)

Euch habe ich noch nicht vergessen, bitte vergesst auch mich nicht!

Ganz liebe Grüße an alle die diesen Blog lesen*