Time goes by...
Hallo meine Lieben Freunde,

heute schreibe ich nun endlich mal wieder in meinen Blog. Ja anfangs dachte ich wirklich, es ist einfacher regelmäßig einen Blogeintrag zu machen aber nun weiß ich, dass ich scheinbar nicht der Typ dafür bin.
Hinzu kam noch, dass vor etwa 2 Monaten mein Computer kaputt gegangen ist und ich so keine Möglichkeit mehr hatte zu schreiben.
Mittlerweile war ein lieber Freund aus Deutschland zu Besuch und hat mir tatsächlich sein Netbook als Leihgabe da gelassen. Das nenn ich mal nett :) Danke …

Ja wie ihr euch vorstellen könnt, habe ich viel erlebt in den letzten Wochen/Monaten. Es ist spannend, wie man sich an Umgebung, Menschen und Kultur gewöhnt.
Ich arbeite nun noch eine Woche im Palm Beach Hotel. Immer wieder habe ich während der Zeit hier überlegt, ob ich früher gehe aber immer wieder kam ich zu dem Entschluss zu bleiben. Jetzt wo ichs fast geschafft habe, bin ich schon etwas Stolz, dass ich das überstanden habe. Ohne immer wieder die nötige Kraft von Gott zu bekommen, wäre es mir glaub nicht gelungen.
Und es ist dennoch schön, dass ich trotz Allem sehr traurig sein werde, zu gehen. Ich habe hier so tolle Kollegen, mit denen ich, wohl gerade durch die Umstände mit dem schwierigen Chef, eng zusammen geschweißt wurde. Auch habe ich mittlerweile einige Menschen außerhalb der Hotelmauern kennen gelernt und auch lieb gewonnen. Mir gefällt die Kultur, mein Abschied wird Tränen reich sein. Ich wurde hier sehr beschenkt.

Was ist sonst noch passiert?
Ich hatte noch einige Gelegenheiten die Gegend etwas besser kennen zu lernen. Manchmal mit Gästen, oder mit Kollegen oder allein mit dem Bus. Besonders auch durch den Besuch des Freundes aus Deutschland, der mit dem Mietwagen angereist kam, konnte ich noch Orte kennen lernen, die mit dem Bus schwierig zu erreichen sind.
Was mir immer wieder auffällt ist, dass es hier so viele Ort gibt, am Meer oder auf dem Berg oder sonst wo, wo man einfach zur Ruhe kommen kann und durch atmet. Ich denke diese Orte haben mir einige Male geholfen, wieder ruhig zu werden.
Ich genieße es mittlerweile auch so sehr, durch den Nachbarort zu schlendern und tatsächlich einige Leute zu kennen, sie zu grüßen, kurz zu quatschen oder auch spontan Zeit mit ihnen zu verbringen. Ich glaube Spontanität ist hier noch viel einfacher als in unserem strukturierten Deutschland.
Anfang des Monats ist die Praktikantin abgereist, die mir mir von Anfang an im Hotel war. Es ist immer traurig Abschied zu nehmen. Wir hier im Hotel hatten auch Angst, dass es für uns noch schwieriger wird, weil es ihr lag, mit dem Chef zu kommunizieren und so viele Dinge mit ihm klären konnte. Gott sei Dank ist dies nicht der Fall und es hat sich neu und gut eingespielt. Ende September ist noch eine Praktikantin gekommen und auch sie ist echt lieb und ein neues Geschenk. So sind wir nun immer noch zu dritt und ein echt gutes Team. Ich fühle mich mit dem Team sehr wohl.
Vor Kurzem habe ich mir dann noch ein Messer in die Hand gerammt. Ich bin happy, denn es ist erstaunlich schnell wieder verheilt. Liegt sicher an dem Raki, den meine Kollegin mich gezwungen hat, drauf zu schütten :)

Weiter geht’s bei mir jetzt damit, dass ich noch eine Woche Urlaub machen werde. Eigentlich hatte ich vor, im Hotel zu bleiben. Doch mein unglaublich „netter“ Chef meinte, dass das wohl eher nicht geht. Wer weiß schon, welche Probleme er damit hat. Ich kann auf jeden Fall keinen logischen Grund finden, der dagegen spricht, dass ich dort bleibe. Nun werde ich nochmal abwarten und falls er wirklich sagt, dass ich gehen muss, ist es eventuell möglich, dass ich über eine Kollegin in einem kleinen Zimmer im Nachbardorf meine Zeit hier abschließe.
Am 08.11 wird mich mein Weg dann nach Chania führen. Das ist ein Ort im Westen, also am anderen Ende von Kreta. Dort gibt es die Shelter Mission, bei der ich noch ein einmonatiges Praktikum machen werde. Bei Interesse könnt ihr mal „Shelter Mission Kreta“ googlen und euch anschauen, wo ich dann sein werde.
Ich freue mich sehr auf die Zeit, da ich davon überzeugt bin, dass es dort nicht halb so anstrengend ist wie im Hotel, und ich glaube, dass es eine sehr interessante Arbeit ist, von der es sich lohnt sie kennen zu lernen.

Nebenbei bin ich nun wieder fleißig am Bewerbungen schreiben. Leider hatte ich durch den kaputten Pc fast alles verloren, was ich schon angesammelt und geschrieben hatte. Nun hab ich aber wieder so gut wie alles zusammen und demnächst gehen die ersten Bewerbungen raus. Falls ihr euch nun fragt ob ich mich entschieden habe, ob ich im Norden oder im Süden leben und arbeiten möchte: Nein habe ich nicht. Ich bewerbe mich in beide Richtungen und werde sehen was passiert. Ich lege die Entscheidung einfach in Gottes Hände und hoffe, dass ich eine Stelle finde, bei der ich mich gut einbringen kann und mich wohl fühlen darf. Falls ihr Ausschreibungen seht, die für mich interessant sein könnten, dürft ihr mir gern Bescheid geben :)

Mitte Dezember werde ich dann voraussichtlich nach Stuttgart fliegen, meine Wintersachen in Ludwigsburg abholen, noch ein paar Tage (wenn ich Unterkunft finde) dort verbringen um pünktlich zu Weihnachten nach Marne zu reisen. Auch wenn ich wahrscheinlich erfrieren werde, freue ich mich schon riesig euch alle dann wieder zu sehen.

Nun sende ich euch ganz viele liebe Grüße von dem immer noch warmen Kreta, auch wenn ich abends nun oftmals schon lange Hosen trage und eine richtige Bettdecke brauche :)

Bis bald...